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[deu.]: ERSTE EINDRÜCKE

Jetzt sind schon fast drei Tage vergangen seit ich hier angekommen bin und es ist soo viel passiert, dass ich gar nicht von allem berichten kann. Trotzdem möchte ich dir einen kleinen Einblick darin geben, wie ich hier die letzten Tage aufgenommen wurde und angekommen bin.

Ich bin leider seit meiner Abfahrt in Hamburg immer noch ein wenig erkältet, die Lüftung im Flugzeug hat nicht wirklich dazu beigetragen, dass ich gesund werde, aber trotzdem hatte ich einen guten Start in mein 10-monatiges Abenteuer.

Auf der Zugfahrt von Oslo nach Lillehammer musste ich plötzlich sehr doll husten und der Fahrkartenkontrolleur kam zu mir. Ich dachte, er will meine Fahrkarte sehen und hab angefangen hektisch danach zu suchen, aber stattdessen gab er mir eine kleine Flasche gekühltes Wasser und versucht mir in gebrochenem Englisch zu erklären, dass das Wasser für mich gegen meinen Husten ist. Ich war so verwirrt davon, dass ich erstmal gefragt hab, ob es auch wirklich umsonst ist. Er hat es wir aber wirklich geschenkt und ich war auf jeden Fall sehr positiv überrascht hier so freundliche und hilfsbereite Menschen vorzufinden, sowas ist mir sonst wirklich noch nie passiert.

Auch bei meiner Ankunft in der Schule wurde ich von allen direkt aufgenommen, wir haben gleich zu Beginn den Geburtstag von jemandem gefeiert, uns unterhalten und es gab zum Glück auch gar keine Probleme mit meinem Essen. Trotzdem war ich natürlich ein bisschen erkältet, konnte wegen dem Druckunterschied im Flugzeug nicht so viel hören und deswegen waren alle Unterhaltungen schwerer zu führen. Es sind also vielleicht nicht die allerbesten Startbedingungen, aber ich mach das Beste draus.

Ich wohne hier in einem ehemaligen Hotel auf einem Berg in der Nähe von Lillehammer. Ein Teil des Gebäudes ist immer noch ein Hotel, der Rest ist Teil der Schule. Momentan habe ich ein eigenes Zimmer, heute kommt aber noch ein Mädchen aus meinem Projekt an, mit der ich dann zusammen ziehen werde.

Insgesamt sind wir vier Teilnehmer in meinem Projekt, einen davon habe ich schon kennengelernt, er kommt aus Irland und hat einen sehr lustigen Akzent. Die anderen beiden kommen aus Finnland und Jemen und ich bin schon sehr gespannt darauf sie kennenzulernen.

Es ist toll sich mit so vielen Leuten, die aus ganz Europa kommen und teilweise schon viel von der Welt gesehen haben, zu unterhalten und Ideen und Gedanken auszutauschen. An meinem ersten Abend hier saß ich mit ein paar Leuten zusammen, eigentlich nur um einen Tee zu trinken. Das endete damit, dass wir und fünf Stunden lang über alles mögliche unterhalten haben. Und auch wenn man vielleicht nicht immer einer Meinung war, alle interessieren sich für ähnliche weltbewegende Themen und haben das gleiche Mindset.

Neben meiner Erkältung ist es natürlich auch so, dass ich die Menschen hier noch nicht so gut kenne, was für mich introvertierten Menschen manchmal ein bisschen anstrengend sein kann, trotzdem bin ich mega froh hier zu sein, alle kennenzulernen und so viele Erfahrungen zu machen.

Hier sind alle eine Gemeinschaft, wir machen spaßige Sachen wie zum Beispiel Rudern auf dem See hinter der Schule, wir müssen aber auch weniger spannende Arbeit wie Putzen und Reparaturen machen.

Obwohl mein Programm erst am 5. August beginnt wird schon jetzt immer dafür gesorgt, dass wir immer was zu tun haben und die Möglichkeit haben auch mit den anderen Gruppen etwas zu unternehmen oder es werden Aktivitäten für uns organisiert. Ich habe beispielsweise schon mit der Gruppe eines anderen Projekts schon Haus des Geldes geguckt, allerdings auf Spanisch, weil wir so viele südländische Teilnehmer haben. Eine Folge jeden Abend zu gucken ist hier eine Art Ritual, so wie eine Telenovela in südamerikanischen Ländern zu gucken. Alle treffen sich, um weiter zu gucken, auch wenn das Internet manchmal extrem langsam sein kann.

Wir dürfen aber auch unsere eigenen Ideen überall mit einbringen und aktiv mitgestalten.
Es wird also nie langweilig hier, es gibt viel zu tun, zu sehen und kennenzulernen.

Insgesamt ist alles super interessant und genauso wie ich es mir erhofft habe. Die Organisation kann manchmal ein bisschen chaotisch sein, aber so ist halt wenn man mit lauter Italienern unter einem Dach wohnt. Pünktlichkeit wird weniger wertgeschätzt, dafür aber das Miteinander.

Ich hoffe sehr dir gehts gut 🙂

Ganz viele Grüße aus dem viel zu kalten Norwegen,

Anne

Ein Kommentar

  • Lukas D

    Hey du Weltenbummler!

    Wie schön, dass du dich schon so gut eingefunden hast. Ich bin echt super gespannt, was du die nächsten Wochen und Monate noch so zu berichten hast 🙂

    Wünsche dir alles Gute, und dass du schnell wieder gesund bist!

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