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[deu.]: SO VIEL ZU TUN UND SO WENIG ZEIT

Seit dem 1. August sind endlich alle aus unserem Programm eingetroffen und somit ist das ganze Team endlich vereint. Dadurch, dass wird nun als Gruppe vollständig sind, haben wir in den letzten Tagen viel zusammen gemacht und erlebt. Vorher waren wir nur zu zweit, was zwar auch schön war, aber trotzdem hat man gemerkt, dass das andere Team vollständig war und mehr als Gruppe aufgetreten ist. 

Zum Glück haben wir jetzt unser kleines Team. Lumi, meine Mitbewohnerin, und ich sind uns super ähnlich. Wir sind nicht nur im gleichen Alter und haben gerade die Schule beendet, sondern können auch über Gott und die Welt reden und haben oft eine sehr ähnliche Meinung. 

Wir reden allgemein in unserem Team oft stundenlang bei einem Becher Tee über alles mögliche. Jeden Abend wenn ich mich eigentlich nur kurz dazu setzen will, entwickeln sich die spannendsten Gespräche, die auch sehr persönlich und vor allem offenen sein können. Jeder hat andere Erfahrungen und Lebenssituationen, so dass man plötzlich die vielen anderen Perspektiven erst viel besser verstehen kann. 

Auf der anderen Seite führen wir aber auch nicht nur ernste Gespräche, sondern können auch spontan und abenteuerlustig sein.

Vor einigen Tagen sind wir zum Beispiel alle freiwillig um 6 Uhr morgens aufgestanden, um wandern zu gehen. Das ganze würde eher zu einem Spaziergang, alle haben halb geschlafen, ich glaub ich bin teilweise mit geschlossenen Augen durch die Gegend gegangen, aber wir waren alle dabei und haben uns aufgerafft, um als Team was zu erleben.

An nächsten Morgen wollten wir nach Elchen suchen, wir sind dafür sogar um 4 Uhr morgens aufgestanden, nur hat leider derjenige, der uns die Elche zeigen wollte verpennt. Trotzdem sind wir alle aufgestanden und haben auf ihn gewartet, auch wenn das ziemlich wenig Schlaf und viel zu kaltes Wetter bedeutet hat.

Hier gibt es immer was zu tun, egal ob es wirkliche Arbeit oder einfach nur lustige Aktivitäten sind. Wir verbringen jeden freie Minute damit zusammen Karten zu spielen und Musik mit meiner Box zu hören, die wir “Holy Avocado” getauft haben, weil sie avocadogrün ist und ein Kreuz die Lauter-Leise-Taste bildet. Jetzt heißt alles nur noch “Holy Avocado” – unsere Spotifyplaylist, unsere Whatsappgruppe. 

Ansonsten backen wir zusammen, gehen Sushi essen und kaufen Unmengen an essen ein,  reden viel über das was uns so erwartet, haben viel Spaß zusammen und versuchen so viel Sport wie möglich zu machen, weil alle hier ein wenig sportverrückt sind. Lumi, meine Mitbewohnerin, und ich machen fast jeden Morgen Yoga zusammen oder gehen Joggen. 

Bis vor einigen Tagen hatten ihr viele Familien im Hotel, sodass wir abends wir mit den Kindern Fußball und Karten spielen konnten. Es ist schon fast zu einem Ritual geworden zusammen Karten zu spielen. Wir spielen praktisch jeden Abend Karten, immer in unterschiedlicher Kombination mit verschieden Leuten auch aus dem anderen Team.

Manchmal gucken wir auch Filme zusammen, auch wenn das schwache Internet uns das ziemlich schwer macht. Gleichzeitig ist dieses Internetdetox eine perfekte Vorbereitung für Afrika, wo wir praktisch gar kein Internet haben werden.  

Wir haben seit dem 5. August auch endlich Unterricht, lernen wie man anderen Wissen einfach vermittelt, wie man seine Gewohnheiten an Afrika anpassen muss, was uns so erwarten wird und lernen dabei jeden Tag mehr und mehr zu einem Team zu werden, das in den unterschiedlichsten Situationen zusammenhält. 

Auch praktische Arbeit ist Teil des Unterrichts, das kann bedeuten in der Schule etwas zu verändern oder aber auch auf die Straße zu gehen und mit den Norwegern hier über verschiedene Themen zu sprechen. Zusätzlich steht jeden Tag auch Sport auf dem Programm damit wir auch körperlich fit für unsere Reise werden.

Die Zeit hier ist voll von neuen Erfahrungen, Freunden und Abenteuern. Jeder Tag ist anders und trotzdem immer bis zum Rand vollgestopft mit Dingen, die zu tun sind. 

Natürlich ist nicht immer alles nur Friede, Freude, Eierkuchen es gibt auch Momente in denen wir mal ernster sind, in denen es uns vielleicht nicht ganz so gut geht. Aber es ist immer jemand da mit dem man reden kann, weil alle für einander da sind. Wir lernen die anderen Teilnehmer so gut zu kennen, dass man genau weiß wenn es jemanden mal weniger gut geht, so dass wir immer auf einander aufpassen können. 

Alles in allem habe ich eine tolle Zeit hier, die viel zu schnell vergeht. Ich halte dich auf dem laufenden über alles, was noch so kommt. Im nächsten Post werde ich dir von meinem Abenteuer nach Besseggen berichten.

Bis dahin halt die Ohren steif und hab eine schöne Zeit,

Deine Anne

Ein Kommentar

  • Björn D.

    Holy avocado, ja? Sehr gut!
    Meinst du wirklich, dass es in Sambia bei euch kein Internet geben wird?🤔
    Und Fotos, wir wollen Fotos😃

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